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Nächste
Ausgabe:
Fokus: »Gruppen- und Familiendynamik«
Was teilen Familien und Gruppen miteinander
– außer, dass es in ihnen dynamisch
zugeht? Befähigt das Aufwachsen in einer
Familie zum besseren Überleben in einer
Gruppe, und befähigt familientherapeutisches
Handwerkszeug zum Umgang mit
Gruppen? Und was bietet gruppendynamisches
Wissen und Können dem Familientherapeuten?
– Zwischen beiden Themen
tun sich ein paar Lücken in Konzepten
und Wissenstransfer auf, die in diesem
Heft gefüllt werden sollen.
Oliver König beleuchtet das Verhältnis
der sozialen Gebilde Familie und Gruppe
aus sozialwissenschaftlicher Sicht, beschreibt
Gemeinsamkeiten in der Geschichte
der Verfahren Familientherapie/
Systemische Therapie und Gruppendynamik,
um abschließend die Unterschiede
vor dem Hintergrund der Entwicklungen
im psychosozialen Bereich herauszustellen.
Hans Georgi und Erhard Wedekind
beschäftigen sich mit vier dynamischen
Parametern der Gruppenarbeit, den Pfeilern
ihres Gruppenkonzepts: Identitätssicherung,
Lokomotion, Distanz und Kohäsion,
kurz ILDIKO. Ines Brock überblickt
die Forschung zur Frage und hat selbst empirisch
untersucht, wie sich die innerfamiliale
Sozialisation unter Geschwistern auf
die soziale und emotionale Kompetenz in
der Gruppe auswirkt. Manfred Vogt und
KollegInnen fokussieren in ihrem Beitrag
zur Arbeit mit Gruppen Jugendlicher auf
deren Geschwisterbeziehungen. Jörg Burmeister
schließlich befasst sich mit klinischen
Gruppen.
In den Über-Sichten schreibt Reinhard
Sieder über Patchworkfamilien. In den
ersten Seiten-Blicken begründen Jürg
Liechti und Monique Liechti-Darbellay
mit neuen bindungstheoretischen und
ökologischen Argumenten, warum die
alte Forderung, Angehörige in die Therapie
einzubeziehen, nicht trivial ist. In den
zweiten Seiten- Blicken von Jana Jeske
und Kolleginnen geht es um die Lebensqualität
von Kindern psychisch kranker
Eltern.
Die nächste Ausgabe
der Familiendynamik
erscheint Anfang Oktober 2010
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