Klett-Cotta-Verlag Psychology

Bindungstheorie und systemische Therapie


Juli 2008, 33. Jahrgang, Heft 3, pp 260-273



Zusammenfassung
Die Grundlagen der systemischen Familientherapie/-theorie und der Bindungstheorie werden skizziert. Nach einer Diskussion der Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Ansätze wird ein integrativer Entwurf einer systemischen Bindungstheorie entwickelt, aus dem klinisch-psychotherapeutische Implikationen abgeleitet werden. Diese bauen auf den Empfehlungen von Bowlby (1979) auf, gehen aber über diese hinaus, indem zentrale Aspekte der systemischen Therapie/Theorie (z. B. Ressourcenorientierung; Mehrgenerationsperspektive und Genogramm-Arbeit; Sensibilität für triadische Beziehungsstrukturen) sowie der neueren Bindungsforschung integriert werden (z. B. zur transgenerationalen Weitergabe von Bindungssicherheit und zu »ererbten Traumata«). Auffällig ist, dass eine Vielzahl von englischsprachigen Publikationen zum Thema der Integration von systemischer Therapie/Theorie und Bindungstheorie vorliegen sowie drei neu entwickelte systemisch-bindungstheoretische Ansätze mit nachgewiesener hoher Wirksamkeit (Attachment-Based Family Therapy, ABFT; Multidimensional Family Therapy, MDFT; Emotionally Focused (Couple) Therapy, EFT), während die Bindungstheorie von deutschen systemischen Therapeuten bisher kaum beachtet wurde.

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